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ROMANO CENTRO Nr. 31, 12/2000


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Statement der IRU und des RNC

Anlässlich einer OSCE Tagung in Warschau am 22. Oktober wurde folgendes gemeinsame Statement der "Internationalen Romani Union" und des "Roma National Congress" erarbeitet:

Photo: R. Erich"Die Länder von Zentral und Ost Europa sind nicht in der Lage den Roma Schutz und Sicherheit gegen physische Gewalt von seiten neofaschistischer Gruppen zu bieten. Die Bemühungen der Länder, in denen Diskriminierung und Rassismus unübersehbar sind, sind nicht ausreichend oder erfolgreich. Dies sind die Gründe für Migration der Roma aus Ost- und Zentraleuropa, besonders aus dem Kosovo, dem ehemaligen Yugoslawien und der tschechischen und slowakischen Republik.
Le Řom, save našle andaj Kosova, trobun te aven ande svako them akceptirime sar našade manuš. Kana sî marimos ande 'k them, atunči le Řom kodole themeskê, kaj sî o marimos, trobun te aven akceptirime sar našade manuš. Kê kana sî ande 'k them marimos, atunč aśen le Řom butivar maškar duj jaga. Kodja dićhol vorta ande Kosova. Butivar le Řom naj akceptirime sar našade manuš, aj naj len sa kodja šansa, kaj sî avere našade manušên. Le Řom sî diskriminirime vi sar našade manuš.

Wir machen auf die paradoxe Situation der von Europa unterstütztem Romaprojekte aufmerksam; jene Länder, die das meiste europäische Geld in den letzten Jahren bekommen haben, sind genau dieselben aus denen die Einwanderung nach Europa jetzt am höchsten ist. Wir empfehlen eine von Roma geleitete Studiengruppe, die die Programme überprüft, die von Europäischer finanzieller Unterstützung profitiert haben und schlagen vor daß die Finanzierung dieser Programme gestoppt werden bis über diese gründliche Untersuchung der Arbeit und der Programme berichtet werden kann. Die Roma im Kosovo müssen in den Ländern, in die sie geflohen sind, als Flüchtlinge akzeptiert werden. In Kriegsfällen müssen Roma als Flüchtlinge akzeptiert werden. Sehr oft sind Roma im Krieg Opfer beider Seiten wie man im Kosovo gesehen hat. Oft werden Roma als Flüchtlinge aber nicht anerkannt, man gibt ihnen nicht dieselbe Chance die andere Flüchtlinge haben. Sie werden auch als Flüchtlinge diskriminiert. Allen Roma, die sich zu Hause unsicher fühlen und daher in andere europäische Länder geflohen sind, muß Flüchtlingsstatus gewährt werden und sie müssen von UNHCR in Übereinstimmung mit der Genfer Flüchtlingskonvention als Flüchtlinge anerkannt werden. Derzeit verweigern viele Länder Roma den Status, den ihnen die Genfer Flüchtlingskonvention aber garantiert."

Information über Entschädigung von Zwangsarbeitern auch im Romano Centro

Photo: R. Erich

ROMANO CENTRO Nr. 31, 12/2000


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Letzte Änderung am 06/01/07