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ROMANO CENTRO Nr. 31, 12/2000


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Roma-Assistentinnen

Angang dieses Jahres hat sich Romano Centro an einer Ausschreibung des Wiener Integrationsfonds beteiligt. Die Idee 3 Romaassistentinnen in Wiener Schulen mit vielen Romaschülern zu beschäftigen, wurde von einer externen ExpertInnenjury gelobt und ausgewählt. Bereits seit Anfang des laufenden Schuljahres, zunächst bis Jänner 2001 konnte Romano Centro 3 Romnija beschäftigen, die im 3., 15. und 16. Wiener Gemeindebezirk mit grossem Erfolg in den ausgewählten Schulen arbeiten. Wir danken dem Wiener Integrationsfonds für diese Chance und hoffen, daß das Projekt bis Ende des Schuljahres fortgesetzt werden kann. Um ansuchen zu können, haben wir die Direktoren der Schulen um Berichte gebeten, aus denen wir wie folgt zitieren:

Rosmarie Poledna"Frau Rabie Peric ist seit September 2000 an unserem Sonderpädagogischen Zentrum 1150 Kröllgasse als Romaassistentin eingesetzt. Sie erfüllt die Aufgabe mit großartigem Einsatz, vorbildlichem Engagement und großer Kompetenz. Mit den Kolleginnen und Schülerinnen/Schülern kommt sie sehr gut zurecht. Es gelingt ihr in der Muttersprache Lehrinhalte an Schüler heranzubringen, was vorher nicht gelungen war. Alle ihr übertragenen Aufgaben werden von ihr ausgezeichnet erfüllt. Wir hoffen sehr, daß wir Kollegin Peric weiter behalten können, da sie für unsere Schülerinnen/Schüler eine große Hilfe ist."
Rosmarie Poledna, Direktorin

Elfriede KovacicSPZ Petrusgasse (gekürzt): "Nadica arbeitet bei uns seit Schulbeginn und hat sich in ihre neue Rolle schnell und leicht eingewöhnt. Da sie früher bei uns Schülerin war, konnte sie gleich von Schulbeginn an kooperativ mitarbeiten. Auch den Romakindern war sie bekannt und vertraut sie betrachten sie als eine große Schwester, die ihnen hilft ihre Schulsachen in Ordnung zu halten und versäumte Aufgaben nach zu arbeiten. Sie hilft auch den Lehrerinnen Einblick in die Familienproblematik zu bekommen und hilft andererseits den Müttern das Gefühl zu entwickeln, daß auch in der Schule jemand ist, der sie versteht, da Nadica eine von ihnen ist. Großes Erstaunen auch unter ihren ehemaligen Mitschülerinnen, die sich oft noch vor dem Schulhaus treffen, da sie keine Arbeit finden, dass man auch in der Schule `richtig arbeiten' könne. Nadica meinte, ein gutes Zeugnis sei die Voraussetzung. Der Schwerpunkt ihres Einsatzes liegt in der Unterstufe, wo sie den Kindern bei ganz alltäglichen Verrichtungen hilft. Zur Beruhigung der Eltern nimmt sie auch an anderen Schulveranstaltungen als Begleitperson teil und wird auch als Vermittlungsperson zu Elterngesprächen eingeladen, da ihre besonnene Art hilft, klärende Lösungen zu finden. Nadica übernimmt auch viele kleine Aufgaben, die nicht mehr in den Bereich der Schule fallen. Im SPZ fallen viele Arbeiten an, die eigentlich in den Bereich der Sozialarbeit fallen und die Romaassistentin unterstützt die Lehrerinnen dabei." Elfriede Kovacic, Lehrerin

Als Schulleitung bestätige ich gerne welch wertvolle und wichtige Unterstützung unsere Romaassistentin für unsere Schule ...ist. Wir bitten sehr um Fortsetzung dieses Projektes.
Edeltraut Frank Häusler, Direktorin

Brigitte FaberVolksschule Gaulachergasse: "Seit Schulanfang 2000 läuft dieses Projekt bei uns sehr zur Zufriedenheit aller LehrerInnen, Kinder und Eltern. Für unseren sensiblen Standort und den vielen Roma-Kindern ist die Arbeit der Romaassistentinnen äußerst wertvoll und unverzichtbar. Fr. Gaspar Jovanka, die vier Sprachen spricht, kann bestens zwischen Schule und Eltern der betreffenden Gruppem vermitteln. Sie setzt sich sehr intensiv und engagiert ein und geht pädagogisch und konsequent dabei vor. So gelingt es ihr laufend Schwierigkeiten im Alltag der Eltern anzusprechen und dabei Überzeugungsarbeit bezüglich der Erziehung zu leisten. Das wiederum kommt den Kindern im Schulbereich zugute. Wir haben schon viele Erfolge aufzuweisen. Wir, der Lehrkörper, aber auch die angesprochenen Eltern schätzen diese wertvolle Einrichtung überaus. Sie bedeutet einen wichtigen Schritt in den Integrationsbestrebungen und dient vor allem dem Wohl der Kinder."
Faber Brigitte, Direktorin

In diesen drei Schulen sind die Romaschüler nun stolz darauf Roma zu sein und werden von den anderen Kindern gar ein wenig bewundert...

Photo: R. Erich

ROMANO CENTRO Nr. 31, 12/2000


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Letzte Änderung am 06/01/07